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SJS |
| Projekt mit Berufsfachschule für Logopädie |
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Angeregt wurde die Zusammenarbeit zwischen der Berufsfachschule für Logopädie und dem St. Josefs-Stift Eisingen im Jahr 2006 von dem Vorsitzenden des Vereins Franz Stephan. Was als Versuch begann, ist heute jährliches Programm: An der Themenfindung für das Projekt sind neben der Sprachtherapeutin und des Leiters der Berufsfachschule, Markus Heinzl-Mania, auch der Leiter der Begleitenden Dienste des St. Josef-Stifts, Armin Hehn, beteiligt. Vorausgegangene Projekte befassten sich mit der Thematik des Sprach-Handelns und der sensoriellen Erfahrung. Besonders während letzten Projekts konnten die beteiligten Bewohner intensive Körper- und Spracherfahrungen machen. Für die Studierenden ist der Umgang mit schwerst mehrfach behinderten Menschen eine wichtige fachliche Auseinandersetzung, die ihnen grundlegende Einblicke für ihre zukünftige therapeutische Arbeit gewährt. „Die Arbeit mit geistig behinderten Menschen ist für unsere Studierenden ausgesprochen wichtig. Ich freue mich besonders darüber, dass bereits zum vierten Mal ein gemeinsames Projekt stattfinden konnte“, erklärt Schulleiter Markus Heinzl-Mania. Die Studierenden des Tierpark-Projekts sind neue und praktische Wege gegangen, denn sie hatten sich zum Ziel gesetzt, die aktivitäts- und sprachfördernden Maßnahmen nach Möglichkeit in das Lebensumfeld der Bewohner zu integrieren: Da ging es ans Gehege zu den Hasen, Eseln und Ziegen. Die Tiere dienten als Anschauungsobjekte und wurden mit Karotten und Kräutern gefüttert. In der Weihnachtszeit regte das szenische Krippenspiel zur Versprachlichung und Kommunikation an. Immer wieder mussten die Projektteilnehmer feststellen, dass die Bewohner ihren eigenen Rhythmus des Verstehens und Lernens haben: Die Karotte, die für den Hasen bestimmt war, wurde in Windeseile selbst aufgegessen, die gebastelten Eselsohren dienten als Kopfschmuck für den Arbeitsalltag in der Werkstatt oder das Schaffell wurde nicht mehr aus den Händen gelassen. „Ein Lernerfolg wird dann sichtbar, wenn unsere Bewohner die geübten Begriffe und die gelernten Gebärden in einem anderen räumlichen oder zeitlichen Kontext verwenden“, erklärt Gabriele Kloes. Auf das erzielte Arbeitsergebnis unseres Tierpark-Projekts dürfen Bewohner, Studierende und Mitarbeiter berechtigt stolz sein. |