Zeit zum NachdenkenSeit 14 Jahren bestehen die SelbsterfahrungsgruppenIm vertrauten Rahmen, sich und die eigene Lebenssituation realistischer zu sehen, auch das eigene Leben und die Umwelt besser anzunehmen - ist Ziel und Inhalt der Selbsterfahrungsgruppen. Zwei Heilpädagoginnen bieten für zwei Gruppen von sechs bis acht Personen wöchentlich eine Sitzung an. Hier erzählt man sich die Erlebnisse der vergangenen Tage und die Probleme des Alltags: den Ärger mit Mitbewohnern, die Ängste wegen eines bevorstehenden Arztbesuchs oder die Planungen auf bevorstehende Ereignisse.
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| Abschalten, entspannen, nachdenken |
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SchweigepflichtEine wesentliche Rahmenbedingung der Selbsterfahrungsgruppe ist die Schweigepflicht, die alle Teilnehmer zu Beginn des Kurses in einer Vereinbarung akzeptieren. Die Schweigepflicht wird diszipliniert beachtet, denn sie ermöglicht es erst, dass die Teilnehmer in der Kleingruppe offen über ihre Gefühle und Sorgen sprechen können. Gesprächsregeln einhalten, sich in die Rolle des Anderen versetzen und gemeinsam nach Lösungen suchen – dies wird ein Jahr lang in der Gruppe geübt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erleben dies als positiv, auch wenn es ein hohes Maß an Konzentration und Ausdauer erfordert. In den 90 Minuten der Selbsterfahrungsgruppe ist zunächst Platz für die Sorgen und Nöte des Alltags. Danach bleibt eine Zeit zur Entspannung. Autogenes TrainingIn den 14 Jahren, in denen die Selbsterfahrungsgruppen bereits bestehen, hat sich das Autogene Training als die beliebteste und effektivste Entspannungstechnik herausentwickelt. Die Methodik, die im St. Josefs-Stift Anwendung findet, basiert auf den theoretischen Konzepten von J. H. Schulz und einer Überarbeitung durch Oswald Tränkenschuh. Ziel des autogenen Trainings ist es, durch sachgerechtes und regelmäßiges Üben zu einem Ruhezustand und zur Entspannung des gesamten Körpers zu kommen. Dies bewirkt eine Steigerung der geistigen und körperlichen Frische und Leistungsfähigkeit. Mechthild Arnold, Jutta Herschke-Heeg
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