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Richtfest für 12er-Wohnanlage in Aschaffenburg
Alles unter Dach und Fach
Aschaffenburg – Mit dem traditionellen Richtspruch des Zimmerermeisters Christoph Reichert feierte das St. Josefs-Stift Eisingen den Abschluss der Außenarbeiten für das neue 12er-Wohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung. „Der Richtkranz verkündet allen Vorübergehenden, dass hier etwas entsteht, das vielen Menschen helfen wird“, meinte Vorstand Werner Scheller bei der anschließenden Feierstunde.
Zimmerermeister Christoph Reichert beim Richtspruch

Bürgermeister Werner Elsässer bekräftigte in seinen Grußworten die Freude der Stadt Aschaffenburg über die Wohnanlage. „Das St. Josefs-Stift hilft uns hier einen Bedarf zu decken“, meinte er. In der Region Aschaffenburg gibt es derzeit nicht genügend Wohnplätze für Menschen mit geistiger Behinderung. Deshalb entsteht in den nächsten beiden Jahren neben einer Förderstätte eine weitere Wohnanlage für 24 Menschen mit geistiger Behinderung.

Heimleiterin Monika Stahl erklärte beim Rundgang das Konzept des Hauses: „Die Bewohnerinnen und Bewohner sollen ihre Individualität leben können.“ Deshalb wurde bei der Planung viel Wert auf die Wahrung der Intimsphäre gelegt. Der zweigeschossige Gebäudekomplex teilt sich in drei Wohneinheiten mit jeweils vier Bewohnerinnen und Bewohner. „Die kleinen Einheiten gewährleisten ein Höchstmaß an Selbstversorgung“, erklärt sie. „Vier Personen steht jeweils eine Küche und ein Wohnzimmer zur Verfügung, so dass sich jeder auch mal was Eigenes kochen kann.“ In der Wohnanlage gibt es ausschließlich Einzelzimmer, jeweils zwei Bewohnerinnen oder Bewohner teilen sich ein Bad.

Entscheidend für die Wahl des Standortes in der Ansbacher Straße war, dass die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) der Lebenshilfe Schmerlenbach leicht zu Fuß erreicht werden kann. Bald wird in unmittelbarer Nähe auch eine Förderstätte entstehen, die das St. Josefs-Stift Eisingen derzeit in Planung hat. Ein weiterer Standortvorteil des Gebiets ist die gute Anbindung an das Wohngebiet mit Einkaufsmöglichkeiten und einer Bushaltestelle sowie die kurze Entfernung zum Naherholungsgebiet.

Veröffentlicht: 29.06.2009 Andrea Schödl